Volles Lagerregal mit Paketen symbolisiert Überbestände
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Ladenhüter im Shopware-Shop: So erkennst und löst du das Problem

Björn15. Februar 20264 Min. Lesezeit

Das teure Schweigen im Lager

Jeder Shopbetreiber kennt sie: Produkte, die seit Monaten im Lager stehen und einfach nicht verkauft werden. Aber die wenigsten wissen, wie viel Geld sie dadurch verlieren.

Ladenhüter kosten dich dreifach:

  1. Gebundenes Kapital – Geld das im Regal liegt statt zu arbeiten
  2. Lagerkosten – Platz, Versicherung, ggf. Mietkosten
  3. Opportunitätskosten – Geld das du in bessere Produkte investieren könntest

Ein mittelgroßer Shopware-Shop mit 500 Produkten hat typischerweise 15-25% Ladenhüter. Bei einem durchschnittlichen EK von 20 € pro Produkt sind das schnell 1.500 - 2.500 € totes Kapital – und das ist konservativ gerechnet.

Wann ist ein Produkt ein Ladenhüter?

Es gibt keine feste Definition, aber als Faustregel:

Zeitraum ohne Verkauf Bewertung
30 Tage Beobachten
60 Tage Warnung – Maßnahmen planen
90 Tage Kritisch – sofort handeln
180+ Tage Abschreiben oder verramschen

Wichtig: Die Bewertung hängt von deiner Branche ab. Ein Wintermantel verkauft sich im Sommer naturgemäß nicht – das ist kein Ladenhüter, sondern Saisonware. Ein USB-Kabel, das seit 6 Monaten nicht verkauft wurde? Das ist ein echtes Problem.

Warum Shopware allein nicht reicht

Shopware 6 zeigt dir Bestellungen und Lagerbestände. Aber es fehlt:

  • Keine "Tage seit letztem Verkauf"-Anzeige pro Produkt
  • Kein automatischer Ladenhüter-Alert
  • Keine Übersicht welche Produkte am längsten stehen
  • Keine Verknüpfung von Lagerbestand mit Verkaufsgeschwindigkeit
  • Keine Prognose wann ein Produkt als Ladenhüter gilt

Um das herauszufinden, musst du manuell Bestelldaten exportieren, in Excel auswerten und mit dem aktuellen Lagerbestand abgleichen. Bei 500+ Produkten ist das eine mehrstündige Arbeit – die du regelmäßig wiederholen müsstest.

5 Strategien gegen Ladenhüter

1. Bundle-Angebote schnüren

Kombiniere Ladenhüter mit Bestsellern zu attraktiven Bundles. Der Kunde bekommt ein Paket-Angebot, du wirst den Ladenhüter los und steigerst gleichzeitig den Warenkorbwert.

Beispiel: Bestseller-Handyhülle (15 €) + Ladenhüter-Displayschutz (5 €) = Bundle für 17 € statt 20 €

2. Gezielte Rabattaktionen

Statt pauschal "20% auf alles" lieber gezielte Aktionen auf Ladenhüter. So kannibalisierst du nicht die Marge deiner Bestseller.

  • Flash Sales für einzelne Ladenhüter-Kategorien
  • "Letzte Stücke"-Bereich im Shop
  • Newsletter-Sonderangebote für Stammkunden

3. Cross-Selling optimieren

Zeige Ladenhüter als Ergänzung zu häufig gekauften Produkten. Shopware 6 bietet Cross-Selling-Funktionen – aber nur wenn du weißt, welche Produkte Hilfe brauchen.

4. Produktdarstellung verbessern

Manchmal liegt es nicht am Produkt, sondern an der Präsentation:

  • Bessere Fotos (professionell statt Smartphone)
  • Ausführlichere Beschreibung mit Anwendungsszenarien
  • Kundenbewertungen aktiv einholen
  • SEO-Optimierung damit das Produkt überhaupt gefunden wird

5. Rechtzeitig rausnahme

Wenn nichts hilft: Produkt rechtzeitig aus dem Sortiment nehmen. Lieber mit kleinem Verlust bei einem Restposten-Händler verkaufen als monatelang Lagerkosten zahlen.

Wichtig: Die URL in Shopware nicht einfach löschen – immer eine 301-Weiterleitung auf eine passende Kategorie setzen, sonst schadest du deinem SEO.

Wie Kommora dir bei Ladenhütern hilft

Automatische Ladenhüter-Erkennung

Kommora analysiert deine Shopware-Verkaufsdaten automatisch und erkennt:

  • Slow Movers – Produkte mit abnehmendem Verkaufstrend
  • Dead Stock – Produkte ohne Verkauf seit X Tagen
  • Risikogruppen – Produkte die bald zum Ladenhüter werden könnten

Du bekommst eine klare Liste: Diese 23 Produkte haben seit über 60 Tagen keinen Verkauf. Sortiert nach gebundenem Kapital, damit du weißt wo du zuerst ansetzen musst.

ABC-Analyse auf Knopfdruck

Kommora erstellt automatisch eine ABC-Analyse deines Sortiments:

  • A-Produkte (Top 20%) – Deine Umsatzbringer. Immer auf Lager halten!
  • B-Produkte (Mitte 30%) – Solide Performer. Normal bevorraten.
  • C-Produkte (Untere 50%) – Kandidaten für Optimierung oder Aussortierung.

Statt stundenlanger Excel-Arbeit hast du die ABC-Analyse in Sekunden – aktuell und automatisch aktualisiert.

Nachbestellungs-Empfehlungen

Basierend auf Verkaufsgeschwindigkeit und aktuellem Lagerbestand zeigt Kommora:

  • Wann ein Produkt nachbestellt werden muss
  • Wie viele Einheiten empfohlen werden
  • Welche Produkte bald ausverkauft sind (bevor der Umsatz wegbricht)

Die Rechnung: Was Ladenhüter wirklich kosten

Ein Beispiel mit echten Zahlen:

Ohne Optimierung Mit Kommora
Ladenhüter im Sortiment 120 Produkte (24%) 45 Produkte (9%)
Gebundenes Kapital ~3.600 € ~1.350 €
Lagerkosten/Monat ~180 € ~67 €
Verlorener Umsatz/Jahr Nicht messbar Tracking aktiv
Zeit für Analyse 4h/Monat manuell 5 Min. automatisch

Durch systematische Ladenhüter-Erkennung und rechtzeitige Maßnahmen sparst du pro Jahr leicht 2.000 - 5.000 € an gebundenem Kapital und Lagerkosten – plus die Zeit, die du für die manuelle Analyse gespart hast.

Fazit

Ladenhüter sind kein unvermeidliches Schicksal – sie sind ein lösbares Datenproblem. Du musst nur wissen, welche Produkte betroffen sind, und rechtzeitig handeln.

Kommora macht genau das: Automatisch erkennen, klar priorisieren, rechtzeitig warnen. Damit dein Kapital arbeitet statt im Regal zu verstauben.

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